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Freitag, 22. Juni 2012

Meine Geschichte ist dreckig.
Mit zwölf Jahren war ich das erste mal völlig betrunken, Filmriss, weiß nichts mehr von dem Abend. Meine Freundin hat die ganze Nacht neben mir gesessen, hat versucht mich zum still liegen zu bewegen, hat versucht mein Zittern zu stillen.
Ab da ging es eigentlich Berg ab mit mir.
Mit 13 habe ich das erste mal gefastet und habe angefangen meine Nahrungsmittel zu reduzieren.
Habe insgesamt 20 Kilo verloren, die Leute um mich herrum begannen sich sorgen zu machen. Ich habe angefangen Abführtabletten zu schlucken und mich zu schneiden.
Fing an zu rauchen, denn nach jeder Zigarette hat man angeblich weniger Hunger.
Mit 15 mit 1,7 Promille im Krankenhaus, Koma Gefahr. Es ist keine hohe Promilleanzahl, aber mein Körper konnte einfach nicht mehr, hat den Alkohol nicht mehr vertragen und ich konnte wegen dem hohem Gewichtsverlust nicht ein schätzten wie viel ich vertrage. Mein Vater war auch im Krankenhaus und sah zu wie die Krankenschwestern mir ins Gesicht schlugen damit ich wach blieb.
Ein paar Monate danach war ich wieder im Krankenhaus, wegen starken Bauchschmerzen. Wurde mit dem Krankenwagen abgeholt, da ich mich nicht mal mehr aufrichten konnte. Die Ärztin im Krankenhaus äußerte den Verdacht auf Magersucht.
Meine Mutter fing an mich an zu schreien, wenn ich nicht mit essen wollte, wenn ich angeblich keinen Hunger mehr hatte, irgendwann hörte sie auf mit mir zu reden.
Eines Morgen brach ich betrunken vor meinem Vater zusammen und erzählte ihm wie ich mich fühlte, wie widerlich ich das Essen fand. Er hat mir zu gehört, meinte das er mir gerne helfen wollte, das wir das schaffen können.
Meine Eltern und ich sind zur Psychologin, aber nicht wegen meinem kranken Verhältnis zum Essen sondern wegen dem Alkohol-Absturz. Sie hat mir nicht geglaubt und ab da wars für mich dann auch gelaufen mit ihr.
Meine Eltern wussten nicht wie sie mit mir umgehen sollten und kontrollierten ab sofort was ich aß, bevor mein Teller nicht aufgegessen war durfte ich nicht auf stehen.
Ab da fing ich an mich zu erbrechen. Nach dem Motto "Ich lasse mich zu gar nichts zwingen."
Ich lernte meinen Freund kennen, erzählte ihm alles, nicht das er mich auch nur Ansatzweise verstanden hätte. Wir waren beide betrunken als ich ihm alles erzählte, ich glaube auch nicht das ich es geschafft hätte es ihm nüchtern zu erzählen oder auch seine Reaktion zu verkraften.

Mittlerweile kann ich wieder in der Öffentlichkeit essen, habe regelrechte Fressanfälle aber über gebe mich nicht mehr und esse nur noch vereinzelte Tage nichts. Ich bin glücklich und auch wieder nicht. Normal ist mein Essverhalten sicher immer noch nicht. Doch mit der jetzigen Situation weiß ich nicht wie ich umgehen soll, mit "normalen" Problemen kann ich nicht umgehen und "normal" essen schon gar nicht.
Ich stehe noch nicht mit beiden Beinen wieder im Leben, aber ich weiß auch nicht ob ich es kann, geschweige denn will.



3 Kommentare:

  1. vielleicht ist deine geschichte voller glitzer und blink blink, aber sie erklärt einiges. und macht dich zu den menschen, der du jetzt bist.

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  2. Ja, tausende rechtschreibfehler. So ist das mit den scheiß Gymnasiasten.

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