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Montag, 10. Oktober 2011

Monster

Ich sitzt auf dem Badezimmerboden, mit dem Rücken gegen die Heizung. Es  ist kalt, sehr kalt, die Kälte hat sich in meine Knochen gesetzt und sich in Einsamkeit verwandelt. Die Gedanken sind nicht lenkbar, kreuz und quer rasen sie durch die stille meines  Kopfes. Widerlich, wie ich versucht habe das Loch meiner Seele zustopfen, essen bringt da auch nichts. Es fühlt sich an als wäre ich noch niemals so voll gewesen, noch niemals so nah am platzen. " Kotz, kotz,kotz." schreit eine Stimme immer lauter, immer fordernder. Ich will dieses Gefühl los werden, sofort! Auf einmal wird alles ruhig in mir, es scheint als würde die Welt sich auf einmal langsamer drehen, es ist als währe ich abgeschieden von der Realität. Ich stehe vorm Spiegel, beobachte mich wie ich meine Haare zusammen binde, meine Fingernägel abschneide und die Ärmel meiner Jacke hochschiebe, den Wasserhahn an lasse, wie ich mich zum Klo herrunter beuge. Mein Selbst zieht sich tief in meiner Innerstes zurück und lässt irgendetwas anderem dem vortritt, der Erinnerung, dem Monster.
Ich bin nicht mehr so gut wie früher, mein Augen scheinen fast zu platzten und viel kommt auch nicht.
Morgen mache ich es besser.

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