was soll ich hier? was will ich hier? was mache ich hier?
Es ist schrecklich zu sehen, wie das Leben um mich herrum zerbricht.
Es ist schrecklich zusehen, wie die Menschen um mich herrum zerbrechen.
Es ist schrecklich zu wissen, wie das Leben sich verändert.
Es ist schrecklich zu wissen, wie die Menschen sich verändern.
Es ist schrecklich zu fühlen
Es steht hinter mir. Ich kann es fühlen, ich spüre seine Anwesenheit. Da ist ein Band zwischen uns, zwischen mir und ihm. Seine Hände gleiten von meiner Wirbelsäule, um meinen Brustkorb herrum. Die langen weißen Finger bohren sich in mein Brustbein, die Fingernägel schneiden in mein Fleisch. Ein Bluttropfen läuft meinen Bauch herrunter, es kitzelt, es ist ein angenehmes killern. Ich bemerke beinahe nicht wie sehr die Risse am Brustbein brennen, beinahe. Seine Finger graben sich immer tiefer. In Strömen läuft das Blut, alles ist rot. Es ist wie ein rotes Kleid, wie meine rote Maske. Es rutscht ab, mein Körper ist glitschig und feucht. Es gibt nicht auf, ich wehre mich nicht. Ich stehe weiter still da. Es kämpft weiter mit meinem Blut. Mit seinen Fingern bekommt es meine Rippen zufassen. Mein Brustbein hat es zerstört. Es fängt an die Rippen aus einander zu ziehen, meine Knochen kreischen. Sie schreien um Hilfe, doch ich bleibe still. Mein Herz liegt ungeschützt da, kein Schutz von meinem Körper, kein Schutz von meiner Willenskraft, allein und einsam. Die Finger strecken sich, sie lechtsen nach meinem Herzen. Es pumpt das Blut durch meine Adern, eine stetige Bewegung. Immerweiter läuft das Blut aus meinem Brustkorb, immer tiefer gräbt es seine Hände in meinen Brustkorb. Es bekommt mein Herz zufassen. Meine Glieder werden steif, meine Pupillen werden groß, mein Mund öffnet
sich, doch ich bleibe still, ein stiller Schrei.
Ich breche zusammen, es hält mich fest. Es reißt mein Herz aus meiner Brust und lässt mich fallen.
Da liegt sie am Boden, ohne Herz. Starre Augen blicken in den Himmel, doch ein Lächeln im Gesicht.
Mein Herz steht still. Ihm gehört mein Herz.





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