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Dienstag, 22. März 2011

(to) pretend

'Als ob ich weinen würde', sagte sie in das Gesicht, des Monsters,' als ob.'
Sie wischte sich mit ihren kalten Fingern über die feuchte Wange. Ihr Mund verkrampfte sich, ihre Augen wurde glasig und ihr Herz zerschnitt ein Schmerz. Sie atmete tief ein, streckte die Schultern, richtete sich auf und versuchte ihr Gesicht erschlaffen zu lassen. Der routinierte Griff zum Konziler, ein bisschen unter die Augen und die Tränensäcke plus die dunklen Augenringe waren schon halb verschwunden. Eine Schicht Mousse drüber, dann Puder und die kranke Blässe war auch nicht mehr zu sehen. Ein bisschen Rouge, um gesünder zu wirken. Eyeliner und Wimperntusche- fertig.
Ihr Aussehen war eingepackt aus einer Schicht von Schminke.
Jetzt war die Seele dran. Ein Schnitt, von rechts nach links, von links nach rechts. Immer gerade übers Handgelenk. Die Gefühle fließen lassen. Das Gesicht verziehen. Denn Schmerz in sich auf nehmen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Das Monster, ihr gegenüber, sah mittelmäßig aus, als sie es mit einem Blick streifte. Immerhin, es sah nicht mehr ganz so grässlich aus.
Sie wusch ihre Hände gründlich. Das kalte Wasser spülte alles davon, es betäubte alles. Doch das gestaute Wasser im Waschbecken färbte sich langsam rosa. Ihre Augen konnte es nicht betäuben. Sie sah alles. Jede Linie, jeden Tropfen, jeden Schmerz.
Mit aufrechtem Kopf flüsterte sie:' Guten Morgen, Monster.', fast schon zärtlich.
Jede Hässlichkeit wahr nehmend, jede Hässlichkeit an dem Monster.Jede Hässlichkeit an sich selbst hassend ging sie aus der Tür.

2 Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben!
    Eigentlich würdest du viel mehr Leser verdienen..

    Lieben Gruß und viel Kraft
    Vanessa

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  2. Oh danke, danke, danke.:*
    es reicht schon wenn es nur eine Person ein wenig interessiert was ich schreibe.

    In liebe.

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