Alles tut weh,
mein Bauch, mein Kopf, meine Beine, meine Arme, mein Gesicht, meine Finger.
Etwas in mir tut weh, mein Herz? Es ist ein ungenauer Schmerz, ihm ist kein Ort zu zuschreiben, ihm ist keine Art zu zuschreiben, es schmerzt, weiter nicht. Es ist als würde mein Körper gleich zerspringen, der Schmerz schwebt in meiner Brust, ohne halt, undefiniert. Es ist als würde er meine Rippen aus einander biegen, als würde er ein Eigenleben führen wollen. Ein Wesen für sich.
Er könnte es ruhig tun, er könnte mich dabei töten. Ich helfe ihm, lauter Schnitte in meiner Brust würden ihm helfen, aus mir herraus zu kriechen. Hundert über hundert, alte vernarbte Schnitte, alles Türen für dich. Bringe mich nicht dazu neue zusetzten, lass mich. Lass mich heile bleiben. Verschlossen, ich lasse dich gehen. Ich gab dir neue Türen, aber nie bist du gegangen. Du hast mich getäuscht, jedes mal zwingst du mich meine Arme, meine Beine, meinen Bauch zu verzaubern, in ein Tor für dich. Aber du sitzt weiter unter meinen Rippen. Keins der Tore hast du geöffnet, durch keins bist du gegangen, egal wie groß sie waren, egal wie weit sie sich öffnen ließen.Was hält dich fest?
Geh. Wenn du nicht gehst, gehe ich und dann musst du mit gehen.
mein Bauch, meine Beine, meine Arme.
Alles tut weh, wegen dir.
Ein letztes Mal.




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